Digital Leadership: Was wir von Steve Wynn lernen können!

In meinen bisherigen Artikeln habe ich schon oft darüber geschrieben, dass die Führungsqualitäten welche in der heutigen Zeit gefragt sind, in großen Teilen denen gleichen wie sie traditionelle Unternehmer in der Industrialisierung aufwiesen. Auch heute gibt es noch Unternehmer die ihre Karriere bereits hinter sich haben, von denen wir aber sehr viel in Bezug auf agiles Unternehmertum und dem Umgang mit Mitarbeitern lernen können. Steve Wynn, 73, Casino-Magnat und maßgegebender Unternehmer aus Las Vegas, ist ein solcher Vertreter. Seine Keynote an der Global Gaming Expo 2014 ist gespickt mit bemerkenswerten Aussagen. Aussagen die wir eigentlich eher von jungen Unternehmern erwarten würden. Ich habe ein paar herausgepickt.

(Lesedauer: 4 Minuten / Talk 40 Minuten)

Investitionsfreudigkeit und Risiko

Detailliert und nicht ohne Freude und Stolz zählt Wynn im Talk auf, wie er mit seinem Team in den letzten 15 Jahren gigantische Investitionen getätigt hat. Man muss dabei wissen, dass sich Wynn, aus einfachen Verhältnissen stammend, zwischen 1980 und 2000 durch verschiedene geschickte kleine Beteiligungen und Deals in Las Vegas einen Namen gemacht hatte. Sein großer Coup war schließlich der Verkauf von Mirage Ressorts (Mirage, Treasure Islands, Bellagio) an MGM. Das Geschäft bescherte Steve Wynn 500M US$. An einem Punkt (mit 58 und finanziell ausgesorgt) wo die meisten heutigen Führungspersönlichkeiten an Frührente denken, begann Steve Wynn erst richtig loszulegen und zu investieren: 2.7 Milliarden ins Wynn Hotel ins Las Vegas (2005), 0.8 Milliarden ins Wynn Macau (China, 2006), 2.3 Milliarden ins Encore Las Vegas (2008), 2.5 Milliarden ins Wynn Palace (China, 2012) und 1.6 Milliarden ins Wynn Everett Casino (2014). Natürlich ist es für Wynn mit seinem Trackback einfach, Kapital zu finden. Aber jedes einzelne Investment hätte auch schiefgehen können und damit das Ende seiner Firmengruppe bedeuten können. Seine Investments und unternehmerischen Aktivitäten waren mit enormen Risiken verbunden. Und all dies in einem Zeitabschnitt der, gerade nach 911 und mitten in der Immobilien-/Finanzkrise, nach traditioneller Ansicht ein denkbar schlechter Moment war. Wynn hat einfach weitergemacht und, ganz im Gegensatz zu den anderen Casino-Betreibern, in dieser Zeit auch keine Massenentlassungen vorgenommen.

 

Wynn über Wandel

The only thing that is for sure is change, and you got to use your brain to figure out what is really happening. If you do that, you are probably save.

Ich denke das ist so etwas wie die Quintessenz unternehmerischen Handelns.

 

Wynn über Erfahrung

Experience matters, knowing how to do things matters. Understanding the relationships, the parts to the whole and how important those parts are, and how they have to be satisfied, is the principle job of the Boss man. I call it the Dada-Gene. You don’t get befuddled, you have the kind of relationship and respect for you colleagues that allow you to deal with change as professionals are trained and prepared to do it. The tougher the time the more exiting the job. Cause, up or down, all of us who are in this business are being paid to deal with change….. nothing stays still for five seconds.

 

Wynn über Motivation der Mitarbeiter

It’s tough out there right? Everybody wants the best your people. I know the feeling, you want to keep them, that’s the only chance you have. What keeps them? Money? Sort of…. Once people feel like they are being paid well, it’s something else: Is the job satisfying. The most powerful thing in human nature is self-esteem. If you can figure out a way, in any business, to equate experience at that job with an enhanced self-esteem, no one will ever leave. That’s the biggest deal.

 

Wynn über Agile Unternehmen

The question is how do you equate an experience on the job with enhanced self-esteem. Because if you can, it will repeated endlessly. You will have an agile, warm and happy workforce that deal with change in a positive way. Two organizations: Memo comes down, we are not going to do it the way we did yesterday anymore. We are going to do it THIS way. Organization with poor leadership, here is what happens: On the line employees; damn it, every week it’s something new, can they ever make up their mind, what are they going to do with it, it’s this way this week and that way next week, what the hell will it be next week? Same memo comes down to a well led organization and people are looking at it saying “Hmm we are doing thing differently, we are getting smarter, we are more sophisticated. Glass half empty, glass half full – it’s all about leadership.

 

Wynn über Digitalisierung

I come from a company that is digitally insensible I am afraid, because we came to the conclusion over the years, that it isn’t really about the equipment, the stuff, even the iPhone 6. Because we believe where I come from, only people can make people happy. And we are very dedicated to this principle.

In dem Talk und auch zu verschiedenen anderen Gelegenheiten macht sich Wynn über die Digitalisierung und im Besonderen über die Berater lustig. Auf die Frage warum er nicht in Internet Gaming investieren wolle (das sowieso noch nicht legal ist) antwortet er, dass er keinen Business Case sieht. Seine Firmen sind aber im digitalen Bereich sehr wohl vorne mit dabei.

 

Das ganze Video gibt es hier zu sehen:

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